Styropor Pool Erfahrungsbericht - Andreas K. aus Kottingbrunn, Österreich

Erfahrungsbericht Styropor Pool 700 x 300 mit Folien in WEISS

Erfahrungsbericht

Nachdem wir uns im Frühjahr und Sommer 2024 ernsthafte Gedanken über die Errichtung eines eigenen Pools im Garten gemacht haben, waren wir auf Gartenmessen, haben uns mit verschiedensten Poolbau-Firmen unterhalten und mehrere Angebote eingeholt.

Aus finanziellen Gründen war ohnehin nur eine Umsetzung in Eigenregie möglich und hier war das Angebot vom "Pooldoktor" jenes, welches uns am besten zugesagt hat.
Auch auf Fragen wurde uns immer rasch geantwortet und auf der Homepage ist irrsinnig viel Information vorhanden, die einen beim Bau weiterhilft.

Im Herbst beauftragten wir dann schließlich unser "Styropor-Pool" inklusive Abdeckplane, Technik und Wärmepumpe, sowie der Folienverlegung.
Wir entschieden uns bei unserem Pool für die Maße 3,0 m Breite, 1,35 m Tiefe und 7,0 m Länge, wobei 1,75 m der Tiefe ein sehr seichter Bereich bleiben sollte, welcher als Liegefläche genutzt wird.

Die Lieferungen der einzelnen Komponenten erfolgte dann auch sehr zeitnah im Winter, und damit wir pünktlich zu Sommerbeginn unseren Pool auch nutzen konnten, begannen wir im Februar damit, die Baugrube für die Bodenplatte zu vermessen und auszustecken, welche dann von einem örtlichen Erdbauer innerhalb eines Tages ausgehoben wurde.
Ein Teil des Aushubs (Humus und Schotter) wurde zur Hinterfüllung im Garten gelagert.

Gemäß der Regel-Bewehrungspläne wurden die Eisenmatten und Steckeisen bestellt und die Bewehrung für die Bodenplatte gelegt und gebunden.
Hierbei sollte man bereits den Auslass für den Bodenablauf und – sofern ein Technikschacht gebaut wird – auch den Sickerschacht in der Bodenplatte ausschalen.
Zwischen dem Bodenablauf und dem Sickerschacht haben wir ein normales Kanal-/Polokalrohr eingearbeitet, in dem bereits ein etwas längeres Rohr der künftigen Leitungen eingelegt wurde.

Mittels Betonpumpe wurde die Bodenplatte gegossen und somit war der erste Schritt getan.

Als nächsten Schritt haben wir die erste Reihe der Styroporsteine gesetzt und – nachdem bis zum "Beton-Termin" noch Zeit vergehen würde – mit PU-Schaum auf der Bodenplatte verklebt.
Für eine gerade Ausrichtung haben wir die äußeren Eckpunkte vermessen und mit der Schlagschnur die Linien auf der Bodenplatte gezogen.

Zum Schneiden der Steine hat sich eine Japansäge und ein Dämmplattenschneider bewährt.
Die Wand der Liegefläche sowie die Stiegen haben wir mit Beton-Schalsteinen umgesetzt.

Die erste Reihe der Schalsteine ist zugegebenermaßen anfangs sehr wackelig und instabil, sodass oft etwas verrutscht und immer wieder korrigiert und nachgemessen wurde, ob die Maße noch stimmen.
Aber mit jeder zusätzlichen Reihe sowie der horizontalen Bewehrung bekommen die Wände eine gewisse Stabilität.

Der Vorteil der Styropor-Schalsteine zu Beton-Schalsteinen im Aufbau ist hier definitiv das geringere zu schleppende Gewicht, das einfache Stecksystem und: Fürs Kürzen oder Ausschnitte benötigt man keinen großen Winkelschleifer mit Diamantscheibe, sondern nur eine Säge oder ein Stanley-Messer.

Da wir das Pool in einer Ebene mit unserer Terrasse haben wollten und hier auch dieselben Feinsteinzeug-Platten verwenden wollten, haben wir auf beiden Längsseiten noch eine schmale Stein-Schalsteinmauer, die mit der Styroporstein-Wand die künftige Plattenbreite ergibt, hochgezogen, um später keine Setzungen bei den rundum laufenden Platten zu haben.
Die Bodenplatte wurde hier auf den Seiten entsprechend breiter betoniert.

Sobald die letzte Reihe der Styropor-Steine verbaut wurde, wurden der Skimmer sowie die Einlaufdüsen eingepasst.
Da die Rohre der Einlaufdüsen in der späteren Liegefläche verlaufen, wurden hier ebenso Kanalrohre als Leerrohre verwendet.

Vor dem nächsten Schritt hatten wir ein wenig Respekt – und zwar das Befüllen der Steine mit der Betonpumpe.
Zur Aussteifung der Wände haben wir mehrere Versteifungen angebracht, was auch ganz gut funktioniert hat.

Nach einer Woche Trocknungszeit haben wir begonnen, die Wände, Zwischenräume und die spätere Liegefläche mit dem verbliebenen Aushub zu hinterfüllen beziehungsweise einen ersten Teil der Verrohrung der Pool-Leitungen vorzunehmen.

Im nächsten Schritt wurde die Schalung für den Technikschacht und den umlaufenden Weg sowie für die Liegefläche gebaut und mit dem Laser exakt eingerichtet, und die Fundamente für die Wärmepumpe und eine Technik-Box vorbereitet.

Wir haben uns zwar anfänglich für einen Technikschacht entschieden und diesen auch gebaut, allerdings wollten wir die Pumpe immer leicht zugänglich haben, um auch im Alter nicht mehrmals die Woche in den Schacht klettern zu müssen.

Der Technikschacht hat trotz allem seine Vorteile, da sich dort die Kugelhähne des Skimmers und des Bodenablaufs befinden sowie der Ablauf für das Ablassen des Pools.

Bei strömendem Regen war es dann endlich soweit und wir konnten das dritte und letzte Mal die umlaufende "Decke" sowie die Erweiterung unserer Terrasse betonieren.

Damit die sich ansammelnden Regenwässer der angrenzenden Terrasse nicht ständig den Schmutz der Terrasse ins Becken spülen, wurde hier noch ein Rigol eingearbeitet, welches später unter den Terrassenplatten unsichtbar seinen Zweck erfüllt.

Da bis zum vereinbarten Termin mit dem Folienleger noch Zeit war, ging es jetzt an die Kleinarbeiten – und soviel vorweg: Hier habe ich echt unterschätzt, wie viel nach dem Rohbau dann noch zusammenkommt.
Die exakte Verrohrung und Installation der Pooltechnik verlangt seine Zeit, wenn man bedenkt, dass jedes Stück Rohr gemessen, geschnitten, entgratet, gereinigt und verklebt werden muss.

Dabei sollte man sich Zeit nehmen, um dumme und vermeidbare Fehler zu vermeiden – was ich selbst mehrmals schmerzlich feststellen musste.

Wenn wir schon bei Fehlern sind, kommen wir zur Bodenplatte:
Damit das Pool auch wirklich perfekt wird und man keine Unebenheiten oder Falten in der Folie sieht, sollten auch alle Unebenheiten, die beim Abziehen der Bodenplatten entstanden sind, mit Ausgleichsmasse beseitigt werden.

Hier unbedingt darauf achten, dass die Ausgleichsmasse bei zu warmem Wetter enorm schnell anzieht – und auch die Blasenbildung kaum vermeidbar oder dann noch korrigierbar ist.
In der prallen Sonne am Nachmittag wurde das Einbringen und Verteilen der Ausgleichsmasse zum Spiel gegen die Zeit, das ich ganz klar verloren habe.

Der Boden war zwar auf den ersten Blick glatt, aber von abertausenden kleinen Kratern der Bläschen durchzogen.
Um zu verhindern, dass sich diese dann vielleicht irgendwann durch das Flies und die Folie abzeichnen, wurde wieder zur "Hilti" gegriffen.
Mit einem speziellen Aufsatz und einer speziellen Diamant-Schleifscheibe wurde stundenlang die Betonoberfläche geschliffen, bis sie glatt war wie ein Babypopo.

Ebenfalls wurden die Wände genetzt und mit Klebespachtel verputzt – und raue oder unebene Stellen mit Schleifgittern abschließend geglättet, sodass dem Verlegen und Verschweißen der Folie nichts mehr im Weg stand.

Abschließend wurden noch die Feinsteinzeug-Platten rund ums Pool in Drain-Beton verlegt und der Teil der Wände, die aus der Wiese herausstehen, mit Natursteinen, die verschenkt wurden, verkleidet.

Fertig ist unser Traum vom eigenen Pool.

Feedback von Pooldoktor

Herzlichen Dank für Ihren ausführlichen und ehrlichen Erfahrungsbericht zum Bau Ihres Styropor-Pools in Eigenregie!

Es freut uns besonders, dass Sie sich nach umfangreicher Recherche und dem Vergleich mehrerer Anbieter für unser System entschieden haben und mit unserem Informationsangebot sowie der Beratung zufrieden waren. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung ist es entscheidend, dass alle nötigen Informationen verständlich und rechtzeitig zur Verfügung stehen – schön zu hören, dass Ihnen unser Online-Angebot hier eine wertvolle Unterstützung war.

Ihr Bericht zeigt eindrucksvoll, wie engagiert und durchdacht Sie Ihr Poolprojekt umgesetzt haben. Die ausführliche Beschreibung der einzelnen Bauschritte – von der Bodenplatte über die Styroporsteinmontage bis hin zur Technikinstallation – macht deutlich, wie viel Herzblut, handwerkliches Geschick und auch Improvisationstalent in Ihr Projekt eingeflossen sind. Besonders beeindruckt hat uns Ihre Herangehensweise bei der Anpassung der Bewehrung und der Ausführung des Technikschachts – Lösungen, die nicht nur praxisnah, sondern auch zukunftsorientiert gedacht sind.

Auch Ihre offenen Worte zu kleineren Herausforderungen – wie beim Einsatz von Ausgleichsmasse oder der finalen Schleifarbeit – sind sehr wertvoll. Sie helfen zukünftigen Poolbauern, typische Stolpersteine zu erkennen und besser vorbereitet an die Umsetzung zu gehen.

Wir bedanken uns sehr für Ihre Mühe, Ihre Erfahrungen so detailliert zu schildern. Ihr fertiger Pool ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch ein Paradebeispiel für ein gelungenes DIY-Projekt. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie viele unvergessliche und entspannte Stunden im neuen Pool!

Ihr Pooldoktor-Team 🏊‍♂️🔧