Styropor Pool 600 x 300 - Folie HELLGRAU - Frank W. aus Langwedel, Deutschland


Erfahrungsbericht
Nachdem wir 15 Jahre lang verschiedene Aufstellpools hatten, fiel nach jahrelangem Überlegen und Planen der Entschluss: Wir bauen uns einen richtigen Pool! Ein 3 x 6 x 1,5 m großes Becken mit Salzelektrolyse, Wärmepumpe und automatischer pH-Regulierung sollte es werden.
Am 9. April 2026 war der erste Spatenstich an. Was folgte, war eine Odyssee aus Schotter, Schweiß, wilden Flüchen und der Erkenntnis, dass physikalische Gesetze keine Gnade kennen.
Die Anlieferung: Die Garage kapituliert
Die Bestellung beim Pooldoktor ging nach ausführlicher Beratung zügig über die Bühne, die Lieferung stand innerhalb einer Woche vor der Tür.
Das Material für einen 6-Meter-Pool passt allerdings nicht „mal eben“ in eine Ecke. Die Garage war bis unter die Decke vollgestellt. (Bild 2)
1. Bauabschnitt: Die Erdarbeiten
Wer plant, eine Baugrube für einen Pool dieser Größe mit Schaufel und Spaten auszuheben, sollte entweder Sträfling im Steinbruch sein oder über unbegrenzte Lebenszeit verfügen. Ohne schweres Gerät geht hier gar nichts. (Bild 3)
Als der Bagger fertig war, starrten wir in einen gigantischen Krater. Die Maße passten zwar genau, das Loch wirkte aber eher das neue örtliche Freibad.
Anschließend wanderten 20 cm Schotter in die Grube und wurden verdichtet. Drumherum kam eine Ringleitung mit Drainage, die in einen Pumpenschacht mündet. Sollte im Winter das Grundwasser zu hoch steigen, pumpen wir es einfach weg, bevor es den Pool anhebt und damit einen Totalschaden anrichtet.
Tipp: Die Entsorgung des Aushubs kostet normalerweise mehrere Tausend Euro. Wir hatten Glück und konnten die Erde über ein bekanntes Kleinanzeigenportal an einen örtlichen Landwirt verschenken. Der kam mit schwerem Gerät, lud alles auf und fuhr davon. Null Euro Entsorgungskosten!
2. Bauabschnitt: Die Bodenplatte
PE-Folie, Kunststoff-Abstandshalter positionieren, Baustahlmatten verflechten – die Vorbereitung der Bodenplatte war an einem halben Tag erledigt. Der Betonmischer rollte an, der Beton floss, wurde gepatscht, abgezogen und glattgerüttelt. Fertig war die Bodenplatte.
3. Bauabschnitt: Der Beckenkörper
Der Aufbau der Styroporsteine ging zu zweit erstaunlich leicht von der Hand: Innerhalb von zwei Tagen stand der Rohbau einschließlich Skimmer, Einlaufdüsen und Beleuchtung. Treppe und Sitzbank haben wir aus massiven Betonschalungssteinen gemauert – genial, weil wir so schon während der Bauphase bequem ins Becken gehen konnten.
Tipp 1: Investiert 60 Euro in einen elektrischen Styroporschneider mit Glühdraht. Kein Fussel-Chaos im Garten und absolut saubere Schnitte.
Tipp 2: Stellt euch einen stabilen Arbeitstisch direkt in das Becken. Das erspart einige Kletterpartien, Verrenkungen und Nerven.
Nachdem bis dahin alles viel zu glatt lief, kam das Drama, als die Betonpumpe die Wände verfüllte: Nach etwa der Hälfte beulten sich an zwei Stellen die unteren Styroporsteine bedrohlich nach außen. Augenblicklicher Baustopp! Zum Glück konnten wir den zweiten Beton-LKW abbestellen, der wenig später zu uns losgefahren wäre. Wäre er schon auf dem Weg gewesen, hätten wir nicht nur die 3,5 m² Beton, sondern auch deren Entsorgung bezahlen müssen.
Den Rest der Wände haben wir ein paar Tage später mit Freunden von Hand gemischt und gefüllt. Sollte ich jemals wieder einen Pool bauen: Nur noch von Hand! Entweder die Schubkarre vorsichtig ansetzen oder den Beton portionsweise mit dem Eimer in die Steine bugsieren.
4. Bauabschnitt: Die Verrohrung
Das Verlegen der Leitungen vom Becken zur Technikbox am Haus sowie einmal ums Haus für Strom, Frischwasser hat noch einmal ein ganzes Wochenende in Anspruch genommen.
Vom Pool zur Technikbox haben wir die flexible PVC-Leitung in DN 125 KG-Rohre gelegt. Dadurch war die Leitung so gut geschützt, dass wir die Grube bedenkenlos mit günstigem Füllsand 2 zuschütten und schichtweise mit dem Stampfer verdichten konnten, ohne eine Beschädigung der Leitung zu riskieren.
Das Verrohren in der Technikbox ist ein wunderschönes Puzzle für Erwachsene – verzeiht aber keinen Fehler. Vorher trocken zusammenstecken? Keine Chance, die Fittinge klemmen sofort fest. Und wenn der Tangit-Kleber drauf ist, verschweißt das Material in Sekundenschnelle. Wer an einer Stelle die Überwurf-Verschraubung vergisst, das die Säge ansetzen und Ersatz bestellen (habe ich gehört…).
5. Bauabschnitt: Folierung
Ein guter Freund (Maurer) spachtelte das Becken mit Armierungsmörtel und Gewebe ab. Das Auskleiden mit Folie hat Firma Schmaltz aus Leipzig innerhalb eines einzigen Tages blitzsauber erledigt.
Hier hatten wir unverschämtes Glück: Am selben Abend zog ein heftiges Sommerunwetter über den Ort, das den Pavillon über dem Becken in Altmetall verwandelte. Wäre das Gewitter am Vorabend runtergekommen, hätte Herr Schmaltz die Folie nicht einschweißen können.
So hieß es noch am selben Abend: Wasser marsch!
Am nächsten Tag konnten wir nach exakt 96 Tagen Bauzeit, unzähligen Tonnen Material, grandioser Hilfe von Freunden und Familie, unendlich vielen Flüchen und Unmengen Schweiß sprangen das erste Mal in den eigenen Pool springen. Ein großartiger Moment.
6. Bauabschnitt: Das Umfeld – Römischer Verband
Rund um den Pool haben wir Travertin-Natursteinplatten im römischen Verband lose auf Edelsplitt verlegt. Die Optik ist ein Traum.
Tipp: Fertige Travertin-Poolrandsteine mit gerundeter Kante kosten rund 1.800 Euro. Wir haben stattdessen großformatige 60er Platten gekauft, sie zugeschnitten und damit 1.200 Euro gespart!
7. Bauabschnitt: Die Überdachung
Wir haben aus Kostengründen zunächst eine gebrauchte Stangenabdeckung gekauft und sparen nun auf eine schiebbare Überdachung aus Klarglas, die in ein paar Jahren dafür sorgen soll, dass wir noch wetterunabhängiger baden können, als wir es dank Wärmepumpe heute schon können.
Kosten
Pooldoktor inkl. Folierung 15.300 Euro
Erdarbeiten 500 Euro
Bodenplatte 4.000 Euro
Zuleitung und Technikbox 2.300 Euro
Garten und Zaun 1.100 Euro
Beton, Schotter und Sand 1.400 Euro
Travertinplatten 4.800 Euro
Stangenabdeckung (gebraucht) 400 Euro
Rest 2.100 Euro
Gesamt 31.900 Euro
Fazit
Mal eben schnell einen Pool bauen? Auf gar keinen Fall. Es ist harte, körperliche Arbeit, erfordert penible Planung, verwandelt das Grundstück über Monate in ein Schlachtfeld und kostet einen Haufen Geld und Nerven. An einigen Tagen hätten wir am liebsten alles aufgegeben und das Loch wieder zugeschüttet.
Würden wir es wieder tun?
Jetzt, wo wir unseren Pool seit fünf Wochen nutzen: auf jeden Fall
Ein großer Dank geht an Herrn Strauss vom Pooldoktor: Der Support ist spitze! Egal wie blöd oder knifflig die Frage war – selbst an Wochenenden und Feiertagen kam innerhalb weniger Stunden eine kompetente, praxistaugliche Antwort per Mail.
Feedback von Pooldoktor

Vielen Dank an Frank für diesen außergewöhnlich ausführlichen, ehrlichen und auch humorvollen Erfahrungsbericht! Genau solche Berichte zeigen, was Pool-Selbstbau wirklich bedeutet: viel Planung, jede Menge Eigenleistung, manchmal auch Rückschläge – und am Ende das großartige Gefühl, im selbst gebauten Pool zu schwimmen.
Besonders beeindruckend ist, wie konsequent das Projekt umgesetzt wurde. Vom ersten Spatenstich über Bodenplatte, Styroporsteine und Verrohrung bis hin zur Technik und Gestaltung mit Travertin wurde unglaublich viel selbst gemacht. Auch die vielen praktischen Tipps und die offene Kostenaufstellung machen diesen Erfahrungsbericht für zukünftige Poolbauer besonders wertvoll.
Natürlich freut uns ganz besonders das Lob für unseren Kollegen Herrn Strauß. Gerade beim Selbstbau tauchen während des Projekts immer wieder Fragen auf – und genau hier möchten wir unseren Kunden mit Erfahrung und praxisnahen Lösungen zur Seite stehen.
Nach 96 Tagen Bauzeit ist ein wirklich wunderschöner Pool entstanden. Wir wünschen Frank und seiner Familie viele Jahre Freude damit und vor allem viele entspannte Stunden im eigenen Traumpool. Vielen Dank für das Vertrauen in Pooldoktor!
Euer Pooldoktor Team
Weitere Informationen zum Pool Selbstbau mit Styroporsteinen
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