Styropor Pool 800 x 400 mit Folie in Sand - Erfahrungsbericht Martin J. aus Dobl, Österreich


Erfahrungen beim Poolbau

Erfahrungsbericht:
Mein Projekt 2026: Poolbau in Eigenregie
Beim Poolbau 2026 habe ich den Großteil der Arbeiten selbst erledigt. Nur die Erdarbeiten sowie die Betonarbeiten wurden von einer Baufirma durchgeführt. Alles andere entstand in Eigenleistung.
Das Angebot der Baufirma lag bei rund 74.000 Euro, allerdings ohne Technikraum. Nach aktuellem Stand werde ich mit etwa 35.000 Euro Gesamtkosten auskommen, inklusive Technikraum und Pflasterung. Die Poolüberdachung ist dabei noch nicht enthalten.
Man sieht also: Mit viel, oder besser gesagt sehr viel Eigenleistung, lässt sich ein Poolprojekt zu einem vernünftigen Preis umsetzen.
Der Startschuss
Wie bei jedem Poolbau begann alles mit dem Aushub für die Bodenplatte. Diese Arbeiten waren bereits nach etwa fünf Stunden erledigt. Gleichzeitig wurde auch die Geländeanschüttung durchgeführt.
Anschließend betonierte die Baufirma die Bodenplatte. Bereits drei Tage später begann ich mit dem Aufbau der Poolwände. Zum Einsatz kamen Styropor-Schalsteine. Das System ist wirklich einfach aufgebaut und auch für Heimwerker gut zu bewältigen.
Während des Wandaufbaus wurden die Skimmer, Einlaufdüsen und die Poolbeleuchtung eingebaut. Danach schalte die Baufirma die obere Reihe ein und füllte die Steine mit Beton. Das Entfernen der Schalung übernahm ich anschließend wieder selbst.
Bau der Stiege
Nach einer Woche Aushärtezeit begann ich mit dem Bau der Poolstiege. Dank der Pläne vom Pooldoktor war auch dieser Arbeitsschritt problemlos umzusetzen. Die Unterlagen sind sehr gut erklärt und auch für Selbstbauer leicht verständlich.
Mein größtes Problem: Wasser und fehlender Arbeitsraum
Ein großer Fehler der Baufirma war, dass rund um den Pool beim Aushub zu wenig Platz gelassen wurde. Dadurch konnte ich die notwendige Drainage nicht verlegen.
Ich mietete mir deshalb einen Minibagger und grub den Bereich rund um den Pool nochmals aus. Das war bei meinem Lehmboden besonders wichtig. Dort versickert praktisch kein Wasser. Da es im Mai zudem sehr häufig geregnet hat, stand zeitweise so viel Wasser rund um den Pool, dass ich sprichwörtlich mehrmals im und um den Pool hätte schwimmen können.
Als Lösung errichtete ich einen Drainageschacht. Dort laufen alle Drainagerohre zusammen. Eine Pumpe fördert das anfallende Wasser automatisch ab und hält den Bereich rund um den Pool trocken.
Verrohrung und Technikraum
Nachdem die Drainage funktionierte und alles trocken war, begann ich mit der Verlegung der Rohrleitungen.
Für den Technikraum nutzte ich meine alte „Schweineküche“. Dort wurde früher das Wasser zum Schlachten der Schweine erhitzt. Den Raum habe ich komplett entkernt, gespachtelt, mit Armierungsnetz versehen und anschließend mit Silikatputz fertiggestellt. Der Boden wurde mit einer speziellen Betonfarbe gestrichen.
Vorbereitungen für die Poolfolie
Im nächsten Schritt verklebte und verdübelte ich auf dem Poolboden 5 cm starke XPS-Platten mit Nut und Feder.
Danach wurde der gesamte Pool mit Armierungsnetz und Kleber verspachtelt. Als Laie muss ich ehrlich sagen: Das Spachteln war eine der mühsamsten Arbeiten des gesamten Projekts.
Als der Folienleger zur Besichtigung kam, machte er mich auf einige Punkte aufmerksam. Er empfahl, die gesamte Fläche nochmals nachzuspachteln, da Unebenheiten mit den Jahren durch die Folie sichtbar werden können.
Ein wichtiger Tipp für alle Pool-Selbstbauer:
Alle Einbauteile müssen nach dem Spachteln bündig mit der Wand beziehungsweise dem Boden abschließen. Das gilt auch für den Bodenablauf. Andernfalls können später unschöne Übergänge sichtbar werden.
Mein Fazit
Wer seinen Pool selbst bauen möchte, sollte sich bewusst sein: Das ist kein Wochenendprojekt. Es erfordert viel Zeit, Planung und körperliche Arbeit. Immer wieder gibt es Herausforderungen, die man lösen muss.
Nach diesem Projekt verstehe ich aber auch sehr gut, warum professionelle Poolbauer solche Preise verlangen. Hinter einem fertigen Pool steckt deutlich mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Trotzdem bin ich stolz auf das Ergebnis. Mit viel Eigenleistung konnte ich die Kosten beinahe halbieren und habe dabei jede Menge Erfahrung gesammelt.
Feedback von Pooldoktor

Vielen Dank für diesen ehrlichen und ausführlichen Erfahrungsbericht!
Dieses Projekt zeigt sehr schön, was mit guter Planung, handwerklichem Geschick und vor allem viel Eigenleistung möglich ist. Einen Großteil des Poolbaus selbst umzusetzen, ist natürlich mit entsprechendem Zeitaufwand verbunden – dafür kann man die Gesamtkosten deutlich reduzieren.
Besonders interessant finden wir, dass auch die Herausforderungen offen angesprochen werden. Gerade Themen wie ausreichend Arbeitsraum rund um das Becken, Drainage bei schwierigem Boden oder die sorgfältige Vorbereitung für die Folienverlegung sind Punkte, die beim Poolbau keinesfalls unterschätzt werden sollten. Solche praktischen Erfahrungen sind für zukünftige Selbstbauer besonders wertvoll.
Es freut uns natürlich sehr, dass unsere Pläne und Unterlagen beim Aufbau des Pools und insbesondere beim Bau der Stiege eine gute Unterstützung waren. Genau dafür sind sie gedacht: Auch Kunden ohne tägliche Erfahrung im Poolbau sollen die einzelnen Arbeitsschritte nachvollziehen und möglichst viel selbst umsetzen können.
Ein wirklich gelungenes Selbstbauprojekt, auf dessen Ergebnis man zu Recht stolz sein kann. Vielen Dank für das Vertrauen in Pooldoktor und weiterhin viel Freude mit dem eigenen Pool!
Das Pooldoktor Team
Weitere Informationen zum Pool Selbstbau mit Styroporsteinen
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